Schlagwörter

, ,


Ole hatte zu lange geschwiegen. Er hatte sich stets gefügt. Er wollte nicht Schuld daran haben, dass sein Vater seine Mutter in dem finalem Ehestreit fast totschlug. Er und seine drei Geschwister erwachten damals durch das Geschrei und wurden Zeugen der furchtbaren Gewalt.

Gemeinsam hatten sie sich an den Vater geklammert und geschrien, er solle aufhören damit! Aber sie waren erst erfolgreich, als ihre Mutter bewusstlos und blutend die Steintreppe vor der Haustür hinunter geworfen wurde. Sie lag in ihrem Blut und die Kinder schützten sie mit ihren Körpern, als der Vater endlich zur Besinnung kam.

Danach ging alles sehr schnell. Der Vater kam nie wieder zurück ins Zuhause. Eines Tages erschienen schließlich die Kollegen seiner Mutter und schafften Ole und seine Geschwister ins Kinderheim. Die Mutter hatte ihnen beigebracht sich diesen Maßnahmen zu unterwerfen. Keinen Widerstand zu leisten. Sie hatte geschworen, dass es nicht für immer sei. Ole konnte sich darauf verlassen, dass sie alles tun würde um ihn und seine Geschwister wieder nach Hause zu holen. Aber es dauerte zu lange. Er spürte, dass wenn er noch länger warten würde, etwas schreckliches, endgültiges passieren wird. Er konnte das Unrecht nicht mehr ertragen und entschied für sich, einen anderen Weg zu gehen. An jenem Tag setzte er seine Entscheidung aus dem Kinderheim zu fliehen, erfolgreich in die Tat um. Nach mehr als 9 Monaten der Isolation und der Fremdbestimmung, hatte er sich die Freiheit erkämpft. Er blieb 14 Tage verschwunden. Unauffindbar für das Heim, die Polizei und auch für seine Familie. Er war 12 Jahre alt und schon lange kein Kind mehr.

Ole hatte sich „versteckt“ bei einem Mann, den er auf seiner Flucht traf. Ole hatte sich und diesem Mann geschworen, dass er niemals Angaben über diese Zeit und die Details seines Aufenthalts machen wird. Diesen Schwur hat Ole bis heute nicht gebrochen.

Oles Flucht aus dem Kinderheim führte letztendlich dazu, dass der Druck  durch die Öffentlichkeit auf die Heimleitung und das Jugendamt so groß wurde, dass auch seine Geschwister zur Mutter dauerhaft zurück geführt wurden.

Der Mann wurde wegen Kindesentzug zu einer Geldstrafe verurteilt. Er wandte sich an die Mutter von Ole.  Oles Oma sowie seine Mutter sicherten ihm zu,  diese Geldstrafe per Ratenzahlung zu begleichen.
Es war eine Frage der Ehre.

„Sehr geehrter Anwalt Langfinger,

Ihr Mandant hat unseren Rechtsanwalt O´Longjohnson,  darüber informiert , dass Sie bezüglich aller zu regelnden Angelegenheiten Ansprechpartner wären.

Ihr Mandant wurde wegen Kindesentzug zu einer Geldstrafe verurteilt. Meine Mutter sowie ich,  sicherten ihm zu diese Geldstrafe per Ratenzahlung zu begleichen.

Dies klärte ihr Mandant in mehreren Telefonaten mit meiner Mutter (Erpressungsversuche benenne ich hier nicht ) aber weigerte sich bisher mit dem zuständigen Gericht eine Ratenzahlungsvereinbarung einzugehen. Dies können wir nicht veranlassen, da wir keine Belege über Einkünfte usw Ihres Mandanten ausgehändigt bekamen.
Es wäre hilfreich wenn Sie dies mit Ihrem Mandanten erörtern könnten damit die Zahlungen endlich beginnen können.

Mit freundlichen Grüßen
Oles Mutter“

Die Antwort vom Anwalt Langfinger:

„Sehr geehrte Frau,

bitte setzen Sie sich dringend mit mir in Verbindung.
Es geht um die Ratenzahlungen an die Strafvollstreckungsbehörde.
Diese wurden nicht genehmigt.
Der Mann muss den Betrag insgesamt zahlen, diese Woche noch.
Er verweigert dies mit dem Argument, er sei nicht derjenige, der das zu verantworten habe. Es reiche ihm. Er wolle gegenüber der Staatsanwaltschaft reinen Tisch machen.
Ausnahmsweise bin ich für Sie wegen der Dringlichkeit über Handy erreichbar. Die Nummer bitte nicht weiter geben.

Mit freundlichen Grüßen
Langfinger
Rechtsanwalt“

Aufgrund der vermeintlichen „Dringlichkeit“ überwies die Mutter von Ole die geforderten:

€ 2265,35

an Anwalt Langfinger. Einen Zahlungseingang der Staatskasse belegte Anwalt Langfinger zu keiner Zeit.

Der Mandant verstarb plötzlich und unerwartet. Es blieb noch ein Zeit lang unruhig in Oles Familie. Dann kam der Zeitpunkt an dem Oles Mutter, mit Zustimmung der Erbengemeinschaft des Mannes, eine Anfrage an die Staatsanwaltschaft schrieb und um Herausgabe der Nachweise der Zahlungseingänge bat.

Tatsächlich betrug der damalige Strafbefehl für den Kindesentzug:

€ 1250,00

Dieses Geld zahlte Anwalt Langfinger an die Staatskasse.

 

Die Überzahlung von Oles Mutter an Anwalt Langfinger:

€ 1035,65

Hat bis heute Bestand.

Mandantengelder sind schnelles Geld…

 

Stasi-Stalking: Anwalt „Fickefuchs“ I

Was ist „STASI-Stalking“?