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„Ein Film, der einen besseren Zeitpunkt kaum hätte treffen können: Fikkefuchs platzt mitten in die Sexismus Debatte, provoziert und polarisiert. Regisseur und Schauspieler Jan Henrik Stahlberg war zur Premiere in Bremen.“ buten un binnen, 17.11.2017Kinostart: 16. November 2017

Filmlänge: 104 Minuten FSK: freigegeben ab 16 Jahren

Titel: Fikkefuchs

Zum Inhalt:

„Rocky (Jan Henrik Stahlberg) war einst ein echter Frauenheld, zumindest in seiner eigenen Wahrnehmung, doch seine besten Tage liegen mittlerweile längst hinter ihm. Das hält den Möchtergern-Casanova jedoch nicht davon ab, weiterhin jungen Frauen hinterherzusteigen. Nun lernt er kurz vor seinem 50. Geburtstag einen jungen Mann namens Thorben (Franz Rogowski) kennen, der behauptet, sein Sohn zu sein, und ist doch noch einmal als Verführer gefordert. Denn Thorben weiß nicht, wie man Frauen rumkriegt und will von seinem Vater in diese hohe Kunst eingeführt werden. Doch das ist nicht so leicht: Nicht nur merkt Rocky ziemlich schnell, dass bei Thorben eine Menge Arbeit nötig ist. Auch der Sohn kann bald nicht mehr ignorieren, dass es mit den Aufreißergeschichten seines Vaters nicht allzu weit her ist. Dennoch kommen die beiden Männer sich langsam näher…“Filmlounge, 09.11.2017

Fikkefuchs ist ein Teil der Wahrheit. So ehrlich und bizarr, wie das Leben spielt. Der Film ist auf alle Fälle meine absolute Nr.1 aller Filme 2017 und einer meiner Lieblingsfilme überhaupt.Während ich das schreibe gestehe ich, dass ich über diesen Film und über die folgenden Beispiele von alltäglichen sexuellen Nötigungen, die eine oder andere Träne vor Lachen vergossen habe. Zum Glück auch mit den realen Opfern. Und jeder von uns kennt vermutlich einen Fickefuchs…

Fickefuchs am Arbeitsplatz: Die alltägliche sexuelle Nötigung am Beispiel der Empfangssekretärin

Meine Kollegin und ich arbeiteten damals beide als „Receptionist“ im Holiday-Inn am Airport / Flughafen. Gelegentlich kam es vor, dass Hausprospekte oder spezielle Preisangebote persönlich an den städtischen „incoming-service“ / städtische Touristik Zentrale, überbracht wurden.

An jenem Tag besuchte meine sehr hübsche Kollegin nun also den Chef des „incoming-service“. Dieser begrüßte sie und führte sie zu einem Gespräch in sein Büro. Bereits auf dem Weg ins Büro bemerkte sie, dass er humpelte. Tatsächlich eröffnete er das Gespräch dann auch mit den Worten, er sei gestürzt. Er könne nicht mehr richtig laufen, denn er habe sein Knie schwer verletzt. Er jammert und stöhnte und fragte schließlich, ob sie sein Knie sehen wolle?

Zutraulich und ohne Vorstellung was folgen würde, stimmte sie zu. Er erhob sich, stellte sich vor die sitzende Frau und ließ seine Hose fallen.

Sie erstarrt augenblicklich vor Entsetzen der peinlichen Präsentation seines Unterkörpers, in einer schäbigen Unterhose. Angeekelt vor der Distanz- und Instinktlosigkeit, erwartete sie „das Schlimmste“. Nämlich das jeden Augenblick auch noch jemand ins Büro käme oder durch das Fenster schauen würde und folglich „das Falsche“ dachte.

Für einen kurzen Moment erstarrten beide in der Pose. Dann zog er seine Hose wieder hoch. Man verabschiedete sich, als sei nichts unpassendes passiert. Es wurde nie wieder über diese Situation ein Wort untereinander verloren. Ein nächstes Mal gab es nicht. Sie erschien eines Tages nicht mehr auf ihrem Arbeitsplatz.

Anwalt Fickefuchs

war ein recht bekannter Fachanwalt im Familienrecht.  Seine Mandanten fand er unter den zum Teil „Zwangspsychiatrisierten“ Patienten,  in den Fachkliniken. Auch Mütter und Väter, welche nicht selten aufgrund von Verleumdungen, willkürlichen, staatlichen Maßnahmen ausgesetzt wurden und in deren Folge ihre Kinder an das Jugendamt „verloren“ haben (  in „Obhutnahme“ ), gehörten zu seinen Mandanten. Anwalt Fickefuchs hatte sehr viele Mandanten, welche eisern zu ihm hielten und manchmal schien es, als würden diese den Anwalt Fickefuchs nahezu „vergöttern“.

Tatsächlich hatte er in seinem Beruf durchaus Erfolge errungen. Auf der anderen Seite, schien sein Geist im Laufe seiner Lebensjahre, ins unterste psychische Zentrum gerutscht und dort gefangen zu sein. Die unteren psychischen Zentren sind die der Ausscheidungsorgane. Dort werden folgende drei Dinge vom Körper „organisiert“:

  • sex
  • food
  • money

Alle drei Dinge sind nichts schlechtes. Wir wollen und brauchen das. Der eine mehr, der andere weniger. Aber es gibt noch eine ganze Menge Dinge, welche wir ebenfalls brauchen. Dazu gehört Rechtsstaatlichkeit und das ist nicht verhandelbar.

An jenem Nachmittag bot Anwalt Fickefuchs seiner Mandantin an, diese in seinem Fahrzeug nach Hause zu bringen. Sie war alleine. Man hatte ihre 4 Kinder in die Obhut eines Kinderheims verbracht. Sie war am vorläufigen Ende eines Lebens als Ehefrau und als Mutter angekommen. Verstoßen aus dem Club „der Heilen Welt“ und er hatte keine guten Nachrichten für sie.  Es war bereits Abend, als er bei ihr auf der Couch saß. Sie hatte ihm angeboten noch einen Kaffee zu trinken, bevor er die Heimreise antreten würde. Nun saß er dort und machte ein strenges Gesicht. Er schaute auf seine Akten und mit fester Stimme sagte er dann: „Das Gericht hat die Prozesskostenhilfe in ihrem Verfahren verweigert. “ Er wartete kurz auf ihre Reaktion und bemerkte aus den Augenwinkeln erwartungsgemäß, dass sie augenblicklich erstarrte. Er blätterte weiter in der Akte und ohne aufzublicken setzte er fort: „Sie werden ihre Kinder nie wieder bekommen.“ Dann vernahm er einen kurzen,  erschütternden Klagelaut. Es war sehr kurz und leise. Es klag wie ein wimmern. Er setzte im selben bestimmenden Tonfall nach: „Es gibt nur eine Möglichkeit. Sie müssen sich ausziehen!“ Wortlos stand sie auf. Sie hatte nichts anderes mehr was sie verkaufen konnte. Sie kannte die Spielregeln bereits und beschloss spontan und ohne jeden Widerstand leisten zu können, dem Befehl nachzukommen.

Sie stand nackt in der Mitte des Raums, als sie aufblickte. Spontanes würgen, verschlimmerte ihre klägliche Position. Er hatte sich erhoben und seine Hosen fallen lassen. Sie konnte sehen, dass er nackt aber nicht paarungsbereit war. Er schämte sich und wandte sich unverzüglich ab, um ihren Blicken zu entgehen. Es brach aus ihr raus und ein Schwall Magensäure, Galle und Kaffee ergoss sich auf den Teppich. Beim kotzen erhaschte sie noch einen Blick auf seinen fetten Hintern, der von Cellulite heimgesucht schien. Anwalt Fickefuchs rannte durch das Haus. Er sammelte im Laufen seine Aktenkoffer und persönlichen Dinge zusammen. Während sie sich aus Nase und Mund scheinbar unaufhörlich auf den Teppich erbrach, hörte sie das Schließen der Haustür und bald darauf die quitschenden Reifen des Anwalts Fickefuchs. Welcher das Anwesen in einem Höllentempo verließ.

Sie und er sprachen nie wieder über den Vorfall. Man blieb auf Anwaltlicher Basis zunächst in Kontakt.

Dann nahm sie sich einen anderen Anwalt. Die Kinder kamen zurück und blieben bis heute.

Es hätte alles so schön werden können. Wenn, ja wenn er doch geschwiegen hätte!

Was ist „STASI-Stalking“?