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„INDECT (englisch Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment) ist ein EU-Forschungsprojekt im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms im Bereich der „intelligenten Sicherheitssysteme“.[1] Es startete 2009 und soll fünf Jahre laufen. Hauptziel des Forschungsprojekts ist es, eine zentrale Schnittstelle zu entwickeln, in der Überwachungsdaten aus vielen unterschiedlichen Quellen miteinander verknüpft und von Computerprogrammen automatisiert auf mögliche „Gefahren“ und „abnormes Verhalten“ untersucht werden können.

Einen charakteristischen Teil der „Testinstallation“, die im Rahmen des Forschungsprojekts entwickelt werden soll, bildet die umfassende Videoüberwachung des öffentlichen Raums. Dabei sollen Computer in den Bildern von Überwachungskameras und von fliegenden Drohnen vollautomatisch „abnormal“ handelnde Menschen erkennen können, und so einen Beitrag zur vorbeugenden Kriminalitätsbekämpfung leisten. Die so gewonnenen Daten sollen verknüpfbar sein mit Daten aus Chats und sozialen Netzwerken. Das Projekt wird wegen seines umfassenden Überwachungscharakters von vielen Seiten massiv kritisiert. Unter anderem ist auch die Einbeziehung von Personendaten aus sozialen Netzwerken und von Mobiltelefon-Ortungsdaten vorgesehen.“ Wikipedia

Das Sicherheitskonzept der Behörden für die Kölner Domplatte besteht bis heute darin, auf diesem Platz Kameras und noch mehr Kameras zu installieren.

„Zwei Beamte verfolgen die Live-Bilder der Kameras aus einem Raum im Polizeipräsidium in Kalk. Die Videoüberwachung am Dom wird jeweils von Sonntag bis Donnerstag, 10 bis 1 Uhr, sowie Freitag, Samstag und vor Feiertagen, 12 bis 2 Uhr in Betrieb genommen. Die Polizei darf die Aufnahmen 14 Tage speichern – im Fall einer Verfolgung von Straftaten ist aber auch eine längere Aufbewahrung erlaubt.“

Berichtet der Kölner Stadtanzeiger am 27.07.2017

Für jeweils zwei Polizisten besteht der Arbeitstag darin, in  Schichten, im Turnus von 30 min. auf den Bildschirm starren und dann abgelöst zu werden und dann nach einer Pause, wieder 30 min. auf den Bildschirm zu starren…f.f. Das ist der Job. Er ist gut bezahlt. Aber, macht er denn auch Sinn? Diese Polizisten fehlen den Bürger in Köln auf der Straße. Auf der Kölner Domplatten werden die nicht nur an Silvester schmerzlich vermisst.

Inzwischen hat das Polizeipräsidium Köln festgestellt, dass die Kameras offenbar nur dann Sinn manchen, wenn die sicheren Datenleitungen bis ins Polizeipräsidium geschaffen worden sind. Bisher scheinen die Daten irgendwo anders zu landen. Wo genau, ist dem Bericht im Kölner Stadtanzeiger leider nicht zu entnehmen.

Allerdings erklärt es, warum keiner der Verantwortlichen des Staatsapparats erfahren hat, wann was an Silvester 2015 auf der Kölner Domplatte passiert ist.

Erinnern wir uns an die Opfer von Silvester 2015:

„Gemäß der im Juli 2016 veröffentlichten Abschlussbilanz des Bundeskriminalamts sind bei den Ereignissen in Köln etwa 650 Frauen Opfer von Sexualdelikten geworden. Deutschlandweit seien 881 Sexualdelikte mit über 1200 betroffenen Frauen begangen worden. Man schätzt die Zahl der Täter auf ca. 2000, die meisten sollen aus Nordafrika stammen, jedoch konnten nur 120 Verdächtige ermittelt werden. BKA-Präsident Holger Münch wird mit den Worten zitiert: „Insofern gibt es schon einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten des Phänomens und der starken Zuwanderung gerade in 2015.“ Zudem äußerte er: „Wir müssen davon ausgehen, dass viele dieser Taten auch im Nachgang nicht mehr ausermittelt werden.““ Wikipedia

 

Erinnern wir uns an die Täter von Silvester 2015:

„Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln gab es mit Stand 16. Juni 2016 durch die Vorfälle in der Silvesternacht insgesamt 1.276 mutmaßliche Opfer. In Köln lagen 1.182 Anzeigen zur Silvesternacht vor, 497 davon wegen sexueller Übergriffe, die 648 Opfer betrafen. 284 Personen seien nach Anzeigenlage sowohl Opfer eines sexuellen Übergriffs als auch eines Eigentumsdelikts geworden. 5 Anzeigen wegen vollendeter Vergewaltigung und 16 wegen versuchter Vergewaltigung lagen vor. Von den 183 Beschuldigten galten 55 als Marokkaner, 53 als Algerier, 22 als Iraker, 14 als Syrer und 14 als Deutsche. 73 Beschuldigte waren Asylsuchende, 36 zur Tatzeit illegal in Deutschland, 11 hatten eine Aufenthaltserlaubnis. Bei den Übrigen war der Status ungeklärt. Acht Beschuldigte befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft.“ Wikipedia

Erinnern wir uns an die Ermittlungsbehörden und die Richter:

„Die Staatsanwaltschaft konnte 58 Ermittlungsverfahren einleiten, die sich gegen 83 Beschuldigte richten. Bisher sind gegen sechs von ihnen Urteile ergangen. Unter den vom Amtsgericht Köln verhängten mehrmonatigen Bewährungsstrafen sticht eine Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten wegen sexueller Nötigung und Raub heraus, die aber noch nicht rechtskräftig ist, da der Verurteilte in Berufung gegangen ist. Gegen 52 der Beschuldigten wurden die Verfahren wieder eingestellt.“ WELT 25.11.2016

Weil die von den Zeugen und den Kameras erbrachten Beweismittel für das Gericht unbrauchbar waren. Die Qualität der Aufnahmen war grundsätzlich mangelhaft. Zu minderwertig um damit einen vermeintlichen Täter zu identifizieren.

Es dauerte bis zum Juli 2017, bis einer Fachfirma folgender Mangel auffiel:

„Auf der Domplatte wehen zu fast jeder Zeit in einer deutlich spürbaren Stärke Windböen – das hängt unter anderem mit der Beschaffenheit der angrenzenden Gebäude und des Bodenbelags zusammen.“ So schreibt es der Kölner Stadtanzeiger.

Für mich drängt sich die Frage auf, welcher Art von Erkenntnissen hatte man sich denn von verwackelten Aufnahmen versprochen? Wieso sind diese Mängel niemanden vorher aufgefallen? Vor allem, was passiert eigentlich wenn Straftäter auf die Idee kommen würden, mit Unrat auf die Kameras zu werfen oder gegen die Masten zu treten? Würden die fehlenden Aufnahmen  den Beamten am Bildschirm auffallen? Wenn ja, was passiert dann? Wird eine Notiz gemacht oder schickt man einen Techniker zum Nachschauen vorbei? Wer trifft die Entscheidung? Der Polizeipräsident?

„Dass der Einsatz der Ordnungskräfte in der Silvesternacht in Köln mit den schwerwiegenden Folgen für die betroffenen Frauen fehl lief, ist allgemeine Erkenntnis und auch durch die Beweisaufnahme im Untersuchungsausschuss eindrücklich bestätigt worden“, sagte SPD-Obmann Hans-Willy Körfges der „Welt“. WELT vom 25.11.2016

Das damalige Sicherheitskonzept „durch Zuschauen Taten verhindern“ ist gescheitert. 

Betrachten wir rückblickend das Sicherheitskonzept Silvester 2016:

„Köln. Aufgrund der gesunkenen Kriminalitätsrate durch Flüchtlinge planen die Verantwortlichen aus der Politik die Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen. Insbesondere nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht stellen Stadt und Polizei ihr Sicherheitskonzept für den kommenden Jahreswechsel vor. Die Behörden wollen verhindern, dass sich das Chaos vom vergangenen Jahr wiederholt. Die Maßnahmen seien notwendig, da die Kriminalitätsrate unter den Flüchtlingen ständig abnehme. Unlängst betonte der Kriminologe Christian Pfeiffer: „Die Sicherheit in Deutschland steigt – auch für Frauen“ und warnte vor einem verzerrten Blick auf die Ausländerkriminalität in Deutschland. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker will am Silvesterabend zudem im geplanten Hochsicherheitstrakt rund um den Kölner Hauptbahnhof einen Einwandererchor auftreten lassen, um gegen diese verzerrte Wahrnehmung und das unbegründete Unsicherheitsgefühl innerhalb der Bevölkerung ein Zeichen zu setzen.“ Aktuelle-Kamera 13.12.2016
Zur Erinnerung:
„Im Jahre 2000 trug ein Gutachten Pfeiffers maßgeblich dazu bei, dass der so genannte Joseph-Fall um den über drei Jahre zurückliegenden Tod des sechsjährigen Joseph Kantelberg-Abdullah in der sächsischen Kleinstadt Sebnitz als vermeintliche Tat von Neonazis Schlagzeilen machte. Pfeiffer attestierte die Glaubhaftigkeit der Aussage der Mutter, die bis zu diesem Zeitpunkt kein Gehör gefunden hatte. Nach dieser Aussage hätten über 200 Einwohner der Stadt zugesehen, als ihr Sohn von rechtsradikalen Jugendlichen im örtlichen Freibad im Rahmen einer so bezeichneten „Hinrichtung“ ertränkt worden sei. In den nächsten Tagen übernahmen zunächst die Bild und dann viele andere Tageszeitungen das Gutachten ohne weitere Prüfung und lösten eine Welle der Entrüstung aus. Nach einer Woche erhärtete sich die gegenteilige Annahme, dass das Kind in Wahrheit verunglückt sei. Pfeiffers Gutachten hatte bis dahin weltweite publizistische Resonanz gefunden und Betroffenheit über scheinbar noch immer virulente rechtsradikale Aktivitäten in Deutschland hervorgerufen; der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte die Mutter empfangen.“ Wikipedia

Offenkundige Tatsachen

Nur durch das massive Polizeiaufgebot von weit mehr als 1000 Bereitschaftspolizisten, mit eindeutiger Handlungsanweisung schaffte es die Stadt sich an Silvester 2016, vor den „Schutzsuchenden“ zu schützen. Jahreswechsel 2016/2017 in Köln

Erinnern wir uns an die Opfer der Anschläge in Nizza, Berlin, London , Paris, Stockholm , BarcelonaMarseille …

Zur Erinnerung an die Opfer in Stockholm:

„Bei dem Anschlag in Stockholm am 7. April 2017 fuhr ein gestohlener Lastkraftwagen in der Stockholmer Innenstadt gezielt in eine Fußgängerzone. Fünf Menschen wurden getötet: ein 11-jähriges Mädchen aus Stockholm, eine Frau aus Ljungskile, ein 41-jähriger in Stockholm wohnhafter Brite und eine 31-jährige Belgierin, die als Touristin in Stockholm war. Fünfzehn weitere Passanten wurden verletzt. Eine weitere schwer verletzte Frau aus Trollhättan wurde in Südschweden weiter behandelt, erlag aber am 28. April ihren Verletzungen. Wikipedia

Erweitertes Sicherheitskonzept Kölner Domplatte 2017

„Steine des Kölner Doms sollen vor Lkw-Anschlägen schützen. Bei den Steinen handelt es sich um Teile kleiner Türmchen, die aus konservatorischen Gründen ausgebaut und in der Dombauhütte gelagert worden waren. Damit der Lieferverkehr und Rettungsfahrzeuge durchkommen, soll zusätzlich ein Polizeifahrzeug als mobile Sperre eingesetzt werden.“ Rheinische Post

Mein Tipp:

Fest installierte Nagelstreifen

„Fest installierte, befahrbare Nagelstreifen sind in Bodensenken oder Bodenschwellen versenkbar in der Straße angebracht. Diese Sperren können bei Bedarf ausgefahren werden.“ Wikipedia

 

Mit Hanseatischem Gruß!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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