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Leider hatte ich mich im vergangenen Jahr nicht gegen Grippe impfen lassen. Das rächte sich mit Influenza. Dieser bösartige Virus versetzte mich plötzlich und unerwartet in einen desolaten Zustand. Influenza bedeutet starke Schmerzen am ganzen Körper. Husten, Schnupfen und  Appetitlosigkeit. Erbrechen und  hohes Fieber. Bei hohem Fieber friert der Patient. Das nennt man „Schüttelfrost“. Gleichzeitig steigt die Körpertemperatur, der Patient „glüht“  und schwitzt ganz furchtbar. Das führt zu einem hohem Flüssigkeitsverlust. Der Patient selbst ist so matt und geschwächt, dass dieser nicht mehr dazu in der Lage ist, zu  trinken oder zu essen. 3 Tage und Nächte befand ich mich aufgrund des Fiebers in einem Dämmerzustand. Am 4. Tag war ich endlich Fieber frei. Die Folge des Fiebers war eine Dehydration. Dehydration ist eine ziemlich unangenehme Sache und eine extreme Belastung für den Körper. Aus diesem Grund wurde ich heute mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Buxtehude verbracht. Meine Hausärztin ordnete an, dass man mir über eine Infusion Feuchtigkeit und Medikamente zuführen musste. Von mir war aufgrund meines desolaten Zustands gar keine Entscheidung mehr zu erwarten. Es ging um Leben oder Tod.

Als ich in den Rettungswagen verbracht wurde, war ich u.a. mit einer Daunenjacke, einem Wintermantel, einem Wollpullover und  einem langärmeligem T-Shirt bekleidet und fror trotzdem wie ein Schneider. Die Aussentemperatur betrug heute morgen 20Grad. Das Personal im Rettungswagen war sehr nett und hilfsbereit. Während ich selbst mich in einem vollkommen hilflosem Zustand befand. Durch 3 Tage ohne Essen, 3 Tage mit hohem Fieber und Schmerzen, 3 Tage ohne ausreichend Flüssigkeit war ich auch geistig in keinem gutem Zustand. Darum verdrängte ich die Tatsache, dass meine Nachbarin Ingrid vor 3 Jahren in diesem Krankenhaus mit Multi-Resistenten-Keimen infiziert wurde. Sie überlebte. Aber bleibt bis zum Ende ihres Lebens ein Krüppel.

Vor etwa 20 Jahren wurde mein Freund Hannes im Elbe-Klinikum in Stade, bei einer Operation der Nasennebenhöhlen mit einem Pilz infiziert, welcher Monate lang unentdeckt wucherte und schließlich das Auge nach oben drückte. Auch das verdrängte ich heute.

Ebenfalls verdrängte ich die Tatsache, dass eine Patientin des Elbe-Klinikums in Stade, 2004 im Katharinenhof / einem Altersheim, an den Folgen einer Infektion mit Multi-Resistenten Keimen verstorben ist. Diese Patientin wurde regelrecht durch die Bakterien „aufgefressen“. Was ich als Zeugin miterleben musste.

Auch verdrängte ich die Tatsache, dass ich selbst im Dezember 2012 einen Palliativ Patienten aus der Inneren Abteilung des Elbe-Klinikum Buxtehude,  hatte nach Harburg verlegen lassen, weil die desolaten hygienische Zustände im Krankenhaus Buxtehude dessen Leben gefährdeten.

Und ich verdrängte die unmenschlichen Zustände  denen mein sterbender Mann 2004 und mein sterbender Vater 2011 im Elbe-Klinikum in Stade in den letzten Tagen ihres Lebens durch Ärzte und Pflegepersonal ausgesetzt waren.

Selbst wenn ich dieses Wissen nicht verdrängt hätte, blieb mir auch keine Wahl als die lebenswichtigen Infusionen im Elbe-Klinikum zu erhalten.

Meine Hausärztin gab den Arztbrief an das Personal des Rettungswagen. Im Rettungswagen wurde erneut einen Arztbrief erstellt und Blut abgenommen.

Bevor ich die Infusion und Schmerzmittel in der Not-Aufnahme des Elbe-Klinikums erhielt, wurde ich wieder durch einen zänkischen ausländischem Arzt „verhört“. Zum dritten Mal wurde meine Karte eingelesen und ein Arzt-Brief erstellt. Erneut wurde Blut abgenommen. Es wurde ein EKG erstellt und ich sollte auch noch zum Röntgen geschickt werden, bevor ich überhaupt nur eine Infusion, etwas zum Trinken und ein Schmerzmittel erhalten würde.

Das mit dem Röntgen habe ich nicht mehr mitgemacht. Dafür sollte ich stundenlange Hasstiraden des ausländischen Arztes über mich ergehen lassen. Das allerdings habe ich mir dann nicht mehr gefallen lassen und diesen Arzt zur Ordnung gerufen. Respekt vor Patienten wurde diesem Arzt in dessen Heimat offenbar nicht vermittelt. Diesen Respekt habe ich mir dann mit wenigen Worten verschafft. Auch brachte ich diesen Arzt nach ca. 1 Stunde in der Notaufnahme endlich dazu, mir die Infusion zu legen. Obwohl dieser Arzt wusste, dass ich seit 3 Tagen nicht mehr gegessen und getrunken hatte und mein Magen darauf mit Übelkeit. Erbrechen und Schmerzen reagierte, handelte er wie ein echter Idiot. Üblich ist, über die Infusion ein Schmerzmittel zu verabreichen. Unübliche Quälerei ist es, dem Patienten zur oralen Aufnahme zu zwingen. Ein echter Idiot spielt Arzt ist mein persönlicher Eindruck.

Die Infusion schließlich, ließ meine Lebensgeister zurück kommen. Sehr rasch erholte sich mein Körper. Der Schüttelfrost verschwand. Als ich endlich auf mein Zimmer verbracht wurde, fühlte ich mich schlagartig fit.

Bereits während der Fahrt im Rollstuhl auf die Station bemerkte ich den heruntergekommen und stark verschmutzten Zustand der Station.

Im 2 Bett Zimmer, welches ich alleine belegte, machte ich die Schwester auf den dicken Dreckfleck am Boden neben der Tür und auf die Dreckflecken unter dem Bett aufmerksam. Während ich hungernd im Zimmer sass, fiel mir die schwarze Spur um die völlig verdreckten Bilderrahmen, die schwarze Dreckspur um die Gardienenstange und die Blutspritzer an der Gardine auf.  Nach weiteren 2 Stunden war mein Hunger unerträglich geworden und ich bat einen Pfleger um Essen. Tatsächlich bekam ich unverzüglich eine Mahlzeit. Ich war hocherfreut über Braten, Klöße, Kohlrabi und einen Pudding. Leider war nicht nur der Pudding kalt. Das Personal hielt es nicht für nötig, mir ein warmes Essen zu servieren. Eine ehemals warme Mahlzeit nach Stunden zu servieren, ohne diese durch Erhitzen von Keimen zu befreien, ist aus hygienischen Gründen in Krankenhäusern und Restaurants verboten. Hygiene allerdings existiert in dieser Inneren Abteilung scheinbar nicht.

Aus Hunger habe ich wider besseren Wissens diese Mahlzeit vollständig verzehrt. Danach ging es mir noch besser. Den Pfleger, welcher das Geschirr abräumte, machte ich ebenfalls auf den Dreck im Zimmer aufmerksam und erkundigte mich, ob es in diesem Haus Hygienefachkräfte gäbe. Der junge Mann verneinte das und sagte, dass er sich selbst vor einer Infektion durch Keime fürchte.

Nach dem Essen tauchte eine Art von vollkommen überflüssigem Personal im Zimmer auf. Eine Frau mittleren Alters. Sie sah im Gesicht und auf dem Kopf aus, wie eine ländliche Fleischereifachverkäuferin aus den 80er Jahren. Sie käme von der Verwaltung und müsste zum vierten Mal an diesem Tag, die Karte einlesen und erneut die ärztliche Befragung durchführen. Außerdem hätte ich aus Datenschutz-Gründen Unterschriften zu leisten. Forderte das Perückenschaf. Dazu bemerkte ich, dass es nicht um Datenschutz ginge, sondern um die Erlaubnis zur Weitergabe meiner Daten an Hans und Franz. Dazu sagte diese Person, dass wenn ich das nicht unterschreibe ich alle Kosten des Aufenthalts selbst zu zahlen hätten.

„Ach, Sie arbeiten hier mit Erpressung?“ fragte ich diese Person. Worauf ich keine Antwort erhielt. „Warum wird meine Karte sowohl vom Rettungswagen, als auch vom Arzt der Notaufnahme eingelesen? Warum muss ich Ihnen als Mitarbeiterin erneut Angaben zur Art meiner Erkrankung geben, wenn Sie diese doch selbst lesen können? Handelt es sich bei Ihrer Tätigkeit um eine Art von ABM-Maßnahme?“ Wollte ich wissen.

„Ich bin Angestellt in der Verwaltung. Bei uns kommt nie etwas von den Ärzten an. Darum besuche ich die Patienten um die Daten zu erfassen.“ Krakeelte diese Person.

„Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, die Verwaltung – von einer Geschäftsleitung kann man bei diesen chaotischen Zuständen ja nicht sprechen – auf diesen desolaten Zustand aufmerksam zu machen?“ Fragte ich weiter.

„Nein, dass ist nicht meine Aufgabe. Das interessiert die Geschäftsleitung nicht. Sie können ja einen Brief an die Verwaltung schreiben und sich beschweren.“ Antwortete diese unverschämte dumme Person.

„Wissen, Sie dass ist Ihre Aufgabe die Verwaltung auf Missstände aufmerksam zu machen. Nicht die Aufgabe von mir als Patientin. Selbstverständlich sollten Sie das machen. Allerdings wäre nach der Regulierung dieses Chaos, Ihre Stelle überflüssig.“ Antwortet ich ruhig und etwas belustigt über so viel Dummheit. Langsam wurde ich müde. 3 Tage ohne Essen, trinken und Schlaf und die Belästigungen im Elbe-Klinikum hatten meine Energien verbraucht und mein Körper verlangte Ruhe.

Diese Person verließ das Zimmer. Ohne das ich Gelegenheit bekam alle Anträge und Formulare auszufüllen. Und ich sehnte mich nach Schlaf.

Meine Ruhe wurde nach wenigen Minuten erneut gestört. Krankenschwester und Pfleger kamen und verbrachten mich in ein anderes Zimmer. Wie bereits am Anfang dieses Artikel erwähnt, bin ich aufgrund einer Infektion mit Influenza hoch ansteckend. Das neue Zimmer war ein Schlafsaal mit drei älteren Patienten, welche 6 Personen zu Besuch hatten. Das Zimmer war ebenfalls heruntergekommen und wirkt ungepflegt. Bereits beim Eintreten war mir klar, dass ich dort nicht bleiben werde. Zu wenig Hygiene und zu laut.  Darum bat ich den Pfleger einen Arzt zu rufen, weil ich das Elbe-Klinikum verlassen werde. Bereits nach wenigen Minuten tauchte eine kleine, fette Frau auf. Am  Stethoskop erkannte ich, dass es sich um eine Ärztin handelte. Sie reichte mir die Hand. „Ich geben ihnen nicht die Hand.“ Schlug ich diese ekelige Geste aus. „Sie sollen mir die Hand geben.“ Antworte die fette Frau zänkisch. „1. haben Sie mir keine Befehle zu erteilen und 2. möchte ich von Ihnen nicht mit Keimen infiziert werden“. Antwortete ich. „Was haben Sie gesagt?“ Fragte die Fette. Geduldig wiederholte ich meine Worte. „Sie sollen mir die Hände reichen. Wir desinfizieren unsere Hände!“ Die Fette wechselte in die Mehrzahl. „Bitte, unterlassen Sie das. Ich werde Ihnen auf gar keinen Fall die Hand reichen.“ Sagte ich geduldig. „Was haben Sie gesagt?“ Fragte die Fette erneut.

„Sie haben offensichtlich ein Problem mit Ihrem Gehör. Haben Sie Ihr Hörvermögen schon einmal untersuchen lassen?“ Fragte ich besorgt. „Was fällt Ihnen ein mich zu beleidigen?“ Keifte die Fette. “ Wieso sind Sie beleidigt? Sie können mich offensichtlich nicht hören. Mit Ihrem Gehör scheint etwas nicht zu stimmen.“ Antwortet ich ruhig.

„Warum wollen Sie das Krankenhaus verlassen?“ Fragte die Fette. „Weil es hier einen Sanierungsstau und akute Hygienemängel gibt. Außerdem kann ich mich in einem Schlafsaal nicht erholen. Und ich brauche dringend Ruhe.“ Antwortet ich ruhig.

„Was fällt Ihnen ein das Haus zu beleidigen? Das ist ein sehr gutes Krankenhaus!“ Keifte die Fette, welche offenbar ihr Gehör wiedergefunden hatte.                                  „Das stimmt nicht. Das Elbe-Klinikum hat einen sehr schlechten Ruf. Das offenbar zu Recht, wie ich selbst feststelle. Im übrigen kann man ein Haus nicht beleidigen. Offensichtlich haben Sie es dringend nötig, auf Kritik mit Selbstlob zu reagieren. Sagte ich ruhig.

„Warum sind Sie dann überhaupt hier?“ Keifte die Fette.                                               „Ich habe mich nicht selbst eingewiesen, sondern wurde mit einem Rettungswagen hierher verbracht. Haben Sie vergessen, dass ich Patientin bin?“ Fragte ich dieses fette Stück Mensch.                                                                                                              „Die Situation eskaliert. Ich werde jetzt einen zweiten Arzt rufen.“ Statt einer Antwort setzte die Fette auf Verleumdung.

„Hier eskaliert gar nichts. Was ist eigentlich mit Ihnen los?“ Antwortete ich mit belustigtem Tonfall. Jetzt fing es an, mir eine Art von Freude zu bereiten. Sehr rasch tauchte der Oberarzt auf. Ernst und ruhig befragt mich dieser Popanz, der sich für die chaotischen Zustände und die Hygienemängel nicht schämte. Und ich sagte ihm die Wahrheit. Dreckig, heruntergekommen und chaotische Zustände. Eine Erholung ist in einem Schlafsaal nicht möglich. Auch erwähnte ich, dass meine Begründung von der Fetten als Beleidigung gewertet wurden und dass es grundsätzlich nicht möglich sei, ein Haus zu beleidigen. Der Popanz verzog sich dann ganz schnell. So blieb ich der Fetten ausgeliefert. „Sie werden sterben! Wenn Sie jetzt gehen. Darum müssen Sie das hier unterschreiben.“ Die Fette drehte mächtig auf. „Bevor ich sterbe, werde ich mich in die Notfall Ambulanz der Lungenklinik in Harburg überweisen lassen.“ Antwortet ich ruhig. „Wo ist der Zettel? den unterschreibe ich sofort!“ Die Fette reichte den Zettel. Auch dort war vermerkt, dass ich sterben würde. Das Elbe-Klinikum allerdings dafür keine Verantwortung übernehmen würde. Über der Unterschrift erlaubte ich mir den Hinweis, dass die Zustände chaotisch seien, den Sanierungsstau und die Hygienemängel. Auch, dass ich aus Selbstschutz das Klinikum verlassen würde. Die Fette war außer sich und glaubte, Sie könne mir diesen Zusatz verbieten.

„Wissen Sie, so können Sie mit den Omas umgehen. Aber mich interessieren Ihre Verbote nicht. Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis.“ Meine Reaktion. Die Fette schäumte und tobte und ich beschloss ihr den Rest zu geben. In aller Ruhe fragte ich Sie:

„Aus welchem Loch sind Sie gekrochen? Von welchem Dorf kommen Sie, dass Sie nie gelernt haben, wie man sich Menschen gegenüber benimmt? Ich gehe hier sofort. Den Bericht, welche Sie schreiben wollen, schicken Sie bitte an meine Ärztin. Belästigen Sie mich nicht mehr.“

Dann bin ich gegangen.

Fazit:

Deutschlands Gesundheitssystem ist vollkommen am Ende. Es gibt vermutlich keinen gefährlicheren Ort als ein Elbe-Klinikum. Wer noch keine Seuche hat, läuft Gefahr sich dort zu infizieren.

Es wird Zeit dieses heruntergekommene und Bürgerfeindliche Land zu verlassen.

Mit freundlichem Gruß

Die Gründe warum man einem Arzt niemals die Hand geben sollte:

http://www.no-hands.de/

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