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Die Frage von Deutschland Radio Kultur erhielt auf Facebook 81 Kommentare. Aber kein einziger Künstler war unter den Kommentatoren. Die Frage von Deutschland Radio Kultur sollte sein:

Brauchen wir Künstler in Deutschland?

Und die Antwort ist NEIN.
Künstler sind in Deutschland nicht erwünscht.
Dabei ist Kunst eine uralte Wissenschaft. Durch das III. Reich wurde die Kunst in Deutschland zerstört. Künstler wurden mit Berufsverboten belegt. Bis heute ist es in Deutschland unmöglich als freiberuflicher Künstler zu arbeiten. Ausnahmen bestätigen die Regel. Um zeichnen und malen zu erlernen, braucht es mehr als einen Kasten mit mit minderwertigen Farben. Das abmalen von Bildern eröffnet nicht den Zugang zur Darstellung. Das minderwertige Material schafft nur Frust. Die Ausbildung der „Kunstlehrer“ war bereits zu meiner Zeit minderwertig und es ist leider auch nicht besser geworden. Ebenso konnte man zu meiner Zeit in Deutschland gar keine Kunst an Deutschen Hochschulen erlernen. Weil die Dozenten selbst kein Wissen hatten und die Hochschulen unterfinanziert waren. Auch hier haben sich die Zustände bis heute nicht verbessert. Der Zugang zu einer Hochschule für Bildende Kunst ist faktisch in Deutschland unmöglich. Den Studienplätzen stehen eine tausendfache Überzahl an Bewerbungen gegenüber. Die Studienplätze werden willkürlich vergeben.

Kunstgeschichte endet in Deutschland mit dem III. Reich. Danach kommt nichts mehr. Hier und da wird noch auf Künstler, welche aus der DDR vom Westen freigekauft wurden verwiesen. Diesen Künstlern wurde damals im Westen eine glanzvolle Karriere aus politischen Gründen ermöglicht.

Echte Kunst, frei von politischer Protektion und basierend auf Wissen, kommt nur noch aus Ländern außerhalb Deutschland. Auch die in der Deutschland Radio Kultur Diskussion bei Facebook zitierten Künstler der Kunstgeschichte wie Rembrandt, Monet, Miro und van Gogh, sind keine Deutschen und haben eine weitere Gemeinsamkeit. Die sind bereits tot.

Künstler finanzieren noch über den eigenen Tod hinaus eine Vielzahl von Berufen. Die Kunstwissenschaftler, die Kuratoren, die Beschäftigten in den Museen und Stiftungen, die Journalisten… Banken und Sparkassen haben in Deutschland einen Etat für Kunst. D.h. der Künstler ( dabei handelt es sich faktisch nie um Künstler, sondern um irgendwelche Leute, welche irgendwelche Dinge herstellten ), erhalten von dem Etat nichts. Der Etat geht für Sekt, Schnittchen und für die Bewerbung der Aktion drauf.

Tatsächlich aber möchten sich sehr viele Menschen künstlerisch ausdrücken und suchen Wege, sich Wissen und Technik anzueignen. Das aber ist – wie bereits erwähnt – in Deutschland unmöglich. Nicht-Künstler bieten Kurse an den Volkshochschulen welche sehr gut besucht sind. Die Ergebnisse für die Kunden dort sind erschütternd gering.

Malen und Zeichnen fördern das abstrakte Denken, das räumliche Vorstellungsvermögen und die Konzentration. Die Farblehre von Goethe, welcher Dichter und kein Künstler war, ist Quatsch. Jeder der in der Schule schon einmal Farben aus seinem „Tusche-Kasten“ zusammen rühren musste hat selbst erlebt, zu welchen abweichenden Ergebnissen das geführt hat. Pigmente / Farben erzeugen chemische Vorgänge. Sicherlich könnte ich hier noch Seiten weise über die Reaktionen der einzelnen Pigmente untereinander dozieren. Aber es würde auch nichts ändern. Deutschland ist ein totes Land. Die Kunst wurde ausgemerzt. Zugunsten von Kunst Beamten, welche in Museen Stühle rücken.

Kinder sollten in deren Wunsch sich selbst bildnerisch auszudrücken ernst genommen werden. D.h. fragen Sie, was ein Kind darstellen möchten. Lassen Sie es machen und fragen Sie nach, woran es in seinem Werk gescheitert ist. Dann Hilfestellungen zum Erreichen des gewünschten Effekts bieten. Ich bin sicherlich keine gute Pädagogin. Aber ich habe so wohl bei Kindern als bei sogenannten „Profis“ erreichen können, dass diese zur eigenen und zur Zufriedenheit des Publikums, qualitativ hochwertige Arbeiten erschaffen konnten. Also nicht frustriert auf der Strecke geblieben sind. Wenn es mich nicht mehr geben wird, nehme ich mein „geheimes“ Wissen, dass Wissen meines bereits verstorbenen Mannes und das Wissen meines bereits verstorbenen Vaters mit ins Grab. Zumindest meine Öl-Bilder allerdings können 500 Jahre alt werden. Wenn man diese denn lässt… Das menschliche Auge sieht Perspektiven viel besser als es eine Kamera jemals könnte. Meine Bilder, wie auch die Bilder der Alten Meister, erzählen von einer Welt, welches es gar nicht mehr gibt. Das war es mir wert.

http://www.deutschlandradiokultur.de/frage-des-tages-brauchen-wir-einen-anderen-kunstunterricht.2156.de.html?dram%3Aarticle_id=315035

Zur Diskussion bei Facebook:
https://www.facebook.com/dkultur?fref=ts

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